Frauenfußball in Charlottenburg

19. Spieltag

Gestern reisten wir nach Hohenschönhausen zum vorletzten Punktspiel.  Da wir das Hinspiel in der letzten Minuten verloren hatten, so wollten wir diesmal uns nicht die Punkte wegschnappen lassen.

Doch Theorie und Praxis sind nun mal zwei Paar Schuhe.  Von Beginn an und damit meine ich die Ankunft auf den Platz, war die Stimmung angespannt, krampfig, so als wüsste man, dass das Spiel kein gutes Ende nehmen würde. Irgendwie schienen wir an dem gestrigen Tag nicht anwesend und das sah man bereits von Beginn an und damit meine ich jetzt das Spiel selbst.  Blau- Weiß hat gestern schon gezeigt, warum sie diese Saison da oben mitspielen. Die Offensiv- Kraft ist eine gute, dass muss man mal so anerkennen. Hohenschönhausen legte gleich mit viel Elan los, wodurch das 1:0 recht flink erzielt war. Wo waren wir? Noch in der Kabine? Auf dem Weg zum Platz? Oder gedanklich noch im Bett?                                                                                                      Nachdem wir unser Abwehr mal so, mal so stellten, hatten wir dann was gefunden, wodurch wir etwas kompakter hintenstanden. ES gelang Zug nach vorne zu gewinnen und auch wir hatten die eine oder andere Torchance, doch sollten wir an diesem Tag leider leer ausgehen. Hohenschönhausen wirbelte weiter, sodass die Damen auch ein 2:0 erzielten. So ging es (endlich) in die Pause.  Wir versuchten neuen Mut und neue Kräfte zu schöpfen. Das Spiel war noch nicht verloren, denn auch wenn Blau- Weiß vorne Dampf machte, in der Defensive war es doch dann eher ein laues Lüftchen. Wir kamen mit mehr Engagement in die Partie. Wir setzten besser nach. Der Wille war größer. Trotzdem „haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh“ so einst Andy Brehme. Und so war es bei uns auch, vom Pech verfolgt, fingen wir uns noch zwei weitere Tore. Es hieß am Ende 4:0 für Hohenschönhausen.

Es gibt manchmal Tage, da wünschte man sich, man wäre nie aufgestanden. Gestern, ja gestern war so ein Tag. Im Fußball spiegelt sich das wahre Leben wider. Freude, Trauer, Teamwork, Kampf, Sieg und Niederlage trifft man auf dem Fußballplatz wie auch im realen Leben und umso schöner ist es zu wissen, dass man auch bei schlechten Phasen bzw. Spielen nicht alleine ist! Danke Mädels!

Am kommenden Donnerstag geht es zum letzten Punktspiel gegen DFC Kreuzberg um 19:45!

#Eine für Alle, Alle für Eine

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