Frauenfußball in Charlottenburg

April 2016Monthly Archives

Hertha – CSV

Nach der aufsteigenden Formkurve in der Rückrunde setzte es am Freitag beim 8:0 gegen Hertha einen herben Dämpfer.
Viel zu schnell lagen wir 2:0 zurück, Hertha hatte unsere Unsortiertheit am Anfang gnadenlos ausgenutzt. Hertha war das ganze Spiel über lauffreudiger, passsicherer und spielt in der derzeitigen Verfassung eine Liga höher – und das ohne Auswechselspielerinnen. Der Schiedsrichter erfreute die Zuschauer mit insgesamt 3 Elfmetern gegen uns, über deren Berechtigung (angeschossener angelegter Handelfmeter, nicht existentes Handspiel, geräuschvoller Tritt in die Hacken) sich natürlich vortrefflich streiten lässt. Unsere Umstellung nach den Gegentreffern fruchteten leider nicht, Hertha legte in der 2. Halbzeit noch 5 Tore nach. Das Ergebnis tut in dieser Höhe natürlich weh, zumal unser bisher schon nicht so ansehnliches Torverhältnis nun endgültig ruiniert ist. Wir empfehlen überigens Gallo Family Grenache Rosé, Jahrgang 2013, als Niederlagen-Wein. Danach ist alles nur noch halb so schlimm, und nach dem Wochenende nur ein Viertel so schlimm. Gekämpft haben wir jedenfalls bis zum Schluss. Den Frust wird nun also der SV Adler am 3. Mai abbekommen, der um 20 Uhr bei uns auf dem Platz gastiert. Hoffen wir, dass der Knoten platzt und wir die 3 Punkte in Westend behalten werden.

DFC – CSV

Letzten Samstag ging es nach Kreuzberg. Die Mädels des DFC hatten uns im
Hinspiel einen Punkt abgeknüpft, diesmal wollten wir drei Punkte mitnehmen und
auch unsere schlechte Auswärtsbilanz aufbessern.
Knapp besetzt ging es in die Partie, die wir von Anfang an doch in der Hand
hielten. Dennoch waren wir weniger energisch als in den letzten Spielen und
passten uns teils dem Niveau der Kreuzberger an. Der Unterschied aber war, dass
wir drückten, wo es nur möglich war; die Torhüterin hatte eine gute Tagesform
und machte uns das Leben schwer. Irgendwann gelang uns der Führungstreffer, doch
trotzdem wirkten wir nervös und angespannt. Pause.
Aufgrund eines Ausfalls im Offensivbereich, mussten wir umstellen. Nun konnte
sich keiner eine Pause gönnen. Puuuh. Wir wurden nicht wirklich entspannter und
wirkten weiterhin verkrampft. Positiv hervorzuheben ist, dass wir uns dennoch
einige Torchancen erspielten, aber wie gesagt die Torhüterin stand im Weg.
Am Ende hieß es 1:0 für uns. Kein besonders gutes Spiel von uns, aber trotzdem
haben wir uns diese drei Punkte erarbeitet und somit verdient gewonnen.

Am Ende des Spiels haben wir von den Gastgeberinnen eine neue Kapitänsbinde geschenkt
bekommen ( Aufdruck : Kapitänin.) Den Fußball ist nicht mehr Männersache! Danke, Mädels.

Nach dem Spiel gönnten wir uns einen Absacker im Bärenstübl der Familie
Backstein. 35 jähriges Jubiläum wurde gefeiert. Das Bärenstübl findet ihr in der
Guerickestr. 28 in Charlottenburg. Kommt vorbei und lernt Familie Backstein
persönlich kennen. 🙂

#einefueralleallefuereine PA1

CSV – 1.FC Berlin

Am Sonntag gastierte der 1. FC Berlin 06 bei uns am Spandauer Damm. Das Hinspiel
ging – aus unserer Sicht- in die Hose. Eine Revanche stand also an. Betrachter
der Heim- und Auswärtstabellen freuten sich auf eine spannende Partie; die Gäste
standen auswärts auf dem dritten Platz und wir waren ebenso auf dem dritten
Platz zu finden, aber eben in der Heimkurve. Irgendwie witzig!

Das Spiel begann pünktlich um 12:15 Uhr. Unsereins, gekleidet in orangen
Leibchen, fand gut in die Partie. Wir wussten aus dem Hinspiel um die
spielstarke gegnerische Mannschaft und wollten uns daher keine Blöße geben und
zeigten, dass wir ebenso Fußball spielen können. Wir störten den 1. FC Berlin,
wo es nur ging und unterbrachen jeglichen Fluss der Gäste. Gleichzeitig spielten
wir munter nach vorne und erspielten die eine oder andere Chance. Aber der
Aufsteiger, der teils doch wendiger und flinker war als wir, nutzte einen
Dämmerschlaf von uns und schoss eiskalt ins lange Eck. Verdammt! Würden wir nun
einbrechen? Drohte uns was Schlimmes?
Weitermachen! Köpfe oben behalten. Weitermachen! Köpfe oben halten! Diese
Aussagen flogen über den Platz. Wir machten weiter. Wir hielten die Köpfe hoch,
so dass wir uns vor Pausenpfiff mit dem Ausgleichstreffer belohnten.
Das Spiel war sowas von offen und beide Mannschaften hatten es selbst in der
Hand, das Spiel für sich zu entscheiden. Die zweite Hälfte wurde körperlich
härter, da beide Seiten sich nicht mit einem Punkt zufrieden geben wollten. Der
Verlauf ähnelte den ersten dreißig Minuten, wobei wir uns doch mehr Chancen
herausspielten.

Zum Ende hin wurde es auf dem Platz nochmal unruhig, da sich die gegnerische
Kapitänin in einem Zweikampf verletzte. Wir wünschen schnelle Genesung!
Jetzt nahm das Spiel nochmal Fahrt auf. Eine Herzklopf-Schlussphase begann. Kurz
vor Ende der Partie gelang uns der Führungstreffer! Jetzt hieß es Ruhe bewahren
und hoffen, dass die letzten Minuten schnell vorübergehen. Dann war es soweit –
Abpfiff!!!

Es gelang, uns das Spiel zu drehen. Es gelang uns, das Hinrundenspiel vergessen
zu machen und es gelang uns, die Heimstärke beizubehalten! Sehr gut, Mädels!

#einefueralleallefuereine PA1

Hansa – CSV

Da flogen am Schluss ein paar Gegenstände vor Wut herum… da hat man ein paar Minuten nicht aufgepasst und verliert ein Spiel, dass man hätte gewinnen sollen oder allerwenigstens mit Punkteteilung vom Platz gehen müssen.

Aber ganz von vorne… Am Samstag traten wir in knapper Besetzung in Hansas Wrangelritze an und freuten uns über unerwartete Hilfe einer lang nicht mehr gesehenen Spielerin 🙂 Trotz der eigentlich nicht vorhandenen Wechselmöglichkeiten spielten wir auf volle Attacke und trafen Pfosten, Latte und die Handschuhe der Torhüterin, also eigentlich alles außer dem Tornetz von innen. Die Mäuse wollten wohl an diesem Tag gemolken und die Haare gerauft werden. In der zweiten Halbzeit war der Plan, noch eine Schippe drauflegen. Leider trat kurz nach dem Seitenwechsel eine Hanseatin zu einem tollen Sololauf an und schob in Messi-Manier zum 1:0 ein. Der Gegentreffer traf uns unerwartet wie ein kalter Waschlappen ins Gesicht, denn bis dato hatten wir hinten nichts anbrennen lassen. Bevor wir uns wieder erholt hatten, brach uns Hansa eine Minute später mit dem 2:0 moralisch das Genick. Natürlich gibt man erst mit dem Schlusspfiff auf, aber unsere Aktionen nach vorne waren nicht mehr so zwingend, und die Erschöpfung minderte dann allmählich die Laufleistung, während Hansa mit der komfortablen Führung befreit aufspielen konnte. Nach dem Spiel waren alle Spielerinnen wie Flasche leer. Hansa, wenn wir das nächste Mal gegen euch verlieren, dann wandeln wir den CSV Olympia in eine Charlottenburger Investorengruppe um, rücken samt Stararchitekt und Luxusbebauungsplan an und machen eure schlimmsten Aprilscherze war! Muharhar! 🙂
Fazit des Trainers war jedenfalls: „Alles gegeben, super gespielt, leider nix gewonnen“, hoffentlich lässt sich der Ärger darüber dann gegen den 1. FC Berlin positiv in Tore kanalisieren.
Also, nächsten Sonntag gibt es wieder ein Heimspiel um 12:15, bestes Fußballwetter ist angesagt.

(PS: Dieser Spielbericht spült mindestens 25 Euro ins Phrasenschwein)