Frauenfußball in Charlottenburg

März 2016Monthly Archives

TSC – CSV

Es fühlte sich wie der erste Tag nach den Sommerferien an, als die Mannschaft in die Kabine trudelte.
Viele Gesichter haben wir schon lange nicht gesehen und diese sind extra für das Punktspiel angereist, damit
wir nicht in Unterzahl spielen müssen.
Die Taktik war klar, den Trend weiter fortsetzen und die 3 Punkte mitnehmen.

Die erste Halbzeit ging gut los. Beide Mannschaften kämpften hart um den Ball und ließen nicht locker, sodass
wir nach wenigen Minuten einen Freistoß zugesprochen bekamen. Kurz geschaut und eiskalt haben wir den Ball
ins Eck versenkt.
Tja, und dann keine Ahnung was passiert ist, aber anstatt weiter druckvoll zu spielen, weil wir gerade ein Tor gemacht haben,
taten wir das Gegenteil. Der letzte Schritt fehlte, wir standen zu weit weg von der Gegenspielerin, sodass diese in Ruhe passen
konnten und wir hinterher laufen mussten. Die weiteren Torchancen wurden leider nicht genutzt und unsere Defensive
tat alles, dass auch der TSC nicht durch kam.

Wir haben versucht in der Halbzeit kleine, taktische Veränderungen vorzunehmen.
Jedoch haben wir 100%ige liegen gelassen und der Berliner TSC machte weiter Druck. Das Spiel wurde auf beiden
Seiten etwas rauer. Hier noch mal ein dezenter Hinweis an die Spielerin vom Berliner TSC, der meine
Hose so gut gefallen hat, da sie dauernd daran gezogen hat: Wenn du noch interessiert bist, dann
schreibe einfach einen kurzen Kommentar und ich sage dir in welchem Geschäft du sie kaufen kannst. 😉

Der TSC verkürzte auf 1:1 und bei uns schwanden leider die Kräfte. Konterangriffe scheiterten entweder an uns selbst,
an der Abwehr oder der Torfrau. Uns rettete auch ganz klar unser Captain im Tor. Durch diese Spiele kannst du dich auszeichnen.

In der derzeitigen Situation weinen wir nicht den verlorenen Punkten nach, sondern freuen uns, dass wir mit Zusammenhalt
und Kampfgeist den einen Punkt mitgenommen haben.
Allen Verletzten auf diesem Wege noch mal gute Besserung und vielen Dank an diejenigen die am Sonntag eingesprungen
sind und hoffentlich auch bald wieder mit dabei sind!

#7

CSV – Minerva

Heute ging es gegen den Tabellenfünften Minerva, von denen wir uns im Dezember
nach einer Abwehrschlacht 0:0 getrennt hatten. Wir hatten daher noch eine
Rechnung offen und starteten mit einem halbstündigen Offensiv-Feuer. Die gesamte
Abwehr beteiligte sich am Angriff, wir zeigten viel Power nach vorne, tolle
Spielzüge – die Bälle flogen Minerva nur so um die Ohren. Unglaublich, dass aus
dem direkten Spiel kein Ball den Weg ins Tor fand, es hätte zur Halbzeit 3:0
stehen müssen! Eine Standardsituation brachte uns die ersehnte frühe Führung,
denn wenn sich Minerva erst einmal eingeigelt hat, gibt es nur schwer ein
Durchkommen. In der zweiten Halbzeit wollten wir den Deckel mit weiteren Toren
draufmachen. Doch Minerva hatte sich jetzt gefangen, hielt konsequent dagegen
und konterte häufiger, doch unsere Abwehr passte gut auf. Wir waren nicht mehr
so zwingend, Minerva wurde stets stärker. So wurde am Schluss eine Zitterpartie
draus. Das Strahlen war dann groß nach dem Abpfiff in diesem für uns sehr
wichtigen Spiel, dass uns wieder ins Mittelfeld der Tabelle zurückbringt.
Glückwunsch an unsere Mädels nach dieser Partie, in der wir uns ausnahmslos alle
wieder voll reingehangen haben.
Respekt auch an Minerva, die in der 2. Halbzeit mit guter Moral eine völlig
andere Körpersprache zeigten. Die ostfriesische Matthias-Hilbrands-Blutgrätsche
haben sie jedenfalls als standardmäßiges Abwehrmittel kultiviert – alles sauber
wie aus dem Bilderbuch, jedoch sollten sie weiterhin so gut im Timing bleiben.
Sonst kann das mal ganz böse enden… und nicht jeder Schiri sieht’s so locker.
Nächste Woche Sonntag geht es um 15:30 auswärts gegen den TSC, der im Moment
jeden Punkt im Abstiegskampf benötigt. Wir werden wieder Vollgas geben müssen,
um etwas Zählbares mitnehmen zu können. Wir freuen uns über Fans und Zuschauer,
denn für die macht das Gewinnen am meisten Spaß.

#12

Rückrundenstart gg. TeBe

Wenn man am Meer die Leute beim Baden beobachtet, dann gibt es Menschen, die
sich Schritt für Schritt vorarbeiten und Verrückte, die sich kopfüber ins kalte
Wasser stützen. Erstere Variante dürfte die gesündere Art sein, wir hatten
leider keine Wahl. So starteten wir die Rückrunde also gleich gegen
Tabellenführer TeBe, der uns in der Hinrunde eine schmerzhafte Niederlage
zugefügt hatte. Wir traten wie immer mit dem Wunsch an, Punkte zu gewinnen. Wir
kassierten zwar ein frühes Tor, hielten dann jedoch lange dagegen und kamen
immer über schnelle Konter vor das gegnerische Tor.
Mit etwas Glück hätte das Spiel zur Halbzeit auch 3:3 stehen können. In der
zweiten Halbzeit gelang uns dann der verdiente Anschlusstreffer. Leider kann
man gegen TeBe nur schwer komplett dagegen halten, und so gesellten sich noch
die Tore 4 und 5 dazu. Die Gäste waren zwar über weite Strecken
spielbestimmend, kamen aber zu weniger Chancen als beim letzten Mal. Leider
fanden gefühlte 90% der Abschlüsse ihren Weg ins Tor. Am Ende stand ein 7:1 zu
Buche, was dem umkämpften Spiel nicht gerecht wird – wobei man auch die Frage
stellen kann, warum Schiedsrichter beim Spielstand von 5:1 und einer doch
ruhigen zweiten Halbzeit noch 5 Minuten Nachspielzeit geben müssen, in der wir
dann etwas entkräftet noch das 6:1 und 7:1 kassieren mussten.
Vielen Dank an unsere ebenso tapferen Teamkollegen, die heute nicht spielen
konnten und trotzdem bei diesem Ekelwetter zum Anfeuern kamen – unsere
Ausfallliste erschien gestern höher als der nicht weniger malade Kader.
Angesichts der Tatsache, dass bei uns alles (durch-)spielte, was laufen (oder
humpeln) konnte und wir uns gefühlt so viele Torchancen wie in den 5 Spielen
davor erarbeitet haben, können wir erhobenen Hauptes in die Rückrunde starten.

Nächste Woche gastiert um 12:15 der SC Minerva bei uns, an deren Verteidigung
wir uns trotz Dauerfeuer beim letzten Mal die Zähne ausgebissen haben.
Fans und Freunde sind herzlich willkommen!

#12

Pokalspiel Viertelfinale gg. VFB Hermsdorf

Bei einem milden Samstagnachmittag läuten wir die Rückrunde mit einem Pokalspiel
ein. Nie war das Halbfinale so nah, wenn man betrachtet, dass es sich beim VFB
Hermsdorf um einen Bezirksligsten handelt. Doch schaut man sich die Damen aus
Reinickendorf genauer an, so stellt man sich die Frage, wer hier der Under-Dog
in dieser Partie ist ( nach 16 Spielen ein Torverhältnis von 126 : 6; beachtlich!)
Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt und wer aufgibt, hat schon
verloren… Phrasen über Phrasen; doch das war das Motto dieses Spiels. Wir
setzten alles auf eine Karte; etwas anderes in einer Ko.-Runde macht auch nicht
viel Sinn.
Leider begann die Partie nicht pünktlich, da die Gastgeber Diskussionen mit dem
Schiedsrichter über den Unterschied von Pullover und Torwart-Trikot hatten. Es
sollte nicht die einzige Debatte sein.
Anpfiff- wir fingen gut an und störten von Beginn an die Hermsdorfer daran das Spiel
in ihre Hand zu nehmen. Doch wenn VFB Hermsdorf den Ball hatte und halten
konnte, wirbelten sie auch gut und schnell, sodass man manchmal nur hinterher
schauen konnte. Recht früh in der ersten Halbzeit gelang das 1:0 für die
Gastgeber. Drohte nun etwas Fürchterliches? Selbst ein Verein aus unserer Liga
musste im Pokal eine zweistellige Niederlage gegen Hermsdorf kassieren.
Aber nein, dieses wollten wir verhindern. Die erste Hälfte wurde leider immer
wieder durch Unruhen außerhalb des Spielfelds unterbrochen. Schade, da die
Mädels vom VFB eine sehr nette und faire Truppe ist; ihre Anhänger beschmutzen leider die
Mannschaft mit unsportlichen Verhalten. Platzverweis für den einen
oder anderen Unterstützer von Hermsdorf, der sich in seinem Ton vergriff, war
die Antwort des Schiedsrichters. Abermals drohte dieser die Partie abzubrechen
und wurde dann- so unsere Wahrnehmung- leicht parteiisch zu unseren Gunsten- das
muss auch nicht sein.
Wir gingen mit einem 0:1 in die Kabine. Das Spiel war noch lange nicht verloren;
dennoch brauchten wir Fortuna nicht nur in der Defensive ( sie hütete uns vor
weiteren Gegentreffern), wir benötigten sie vielmehr in der Offensive ( so sehr
viele wahre Torchancen hatten wir leider nicht).
In der zweiten Halbzeit erhöhten wir den Druck nach vorne- alles oder nichts.
Leider stand auch jetzt die Partie im Schatten von unnötigen Kommentaren seitens
der Anhänger von Hermsdorf. Diskussionen und wiederholte Drohungen das Spiel
abzubrechen standen im Fokus dieser doch spannenden und eigentlich fairen
Partie. Zum Ende machten wir hinten auf, um vielleicht den Ausgleich zu
schaffen. Leider glückte es uns nicht und Hermsdorf machten den Sack mit einem
2:0 zu.
Wir können sehr zufrieden mit unserer Leistung sein; auch wenn der Einzug ins
Halbfinfale dieses Jahr nicht drin ist. Wir wünschen den Mädels vom VFB
weiterhin viel Erfolg im Pokal und vorallem wünschen wir ihnen friedliche Spiele;
denn Gemotze und Diskussionen vom Rand haben sie nicht nötig und ihre Fans
riskieren einen Spielabbruch und damit eine Niederlage ihrer Mädels.
Egal ob Spieler, Trainer, Schiedsrichter oder Fan: Lasst uns fair und sportlich
Fußball spielen!